Startseite  >>  Ortsteile >> Veltheim

Veltheim









Ein wichtiges Verkehrsmittel war die Kleinbahn, die von 1898 bis 1969 auf der Strecke zwischen Heudeber und Mattierzoll pendelte. Mit dem Haltepunkt Hessendamm war die Verbindung zu anderen Bahnen, Richtung Halberstadt oder Schöppenstedt, gesichert. Jährlich beförderte diese Bahn bis zu 95.000 Personen und bis zu 100.000 Tonnen Güter. In den Nachkiegsjahren blühte der Eisenbahnverkehr noch einmal auf, mußte aber der Konkurrenz des Kraftverkehrs (Busse) erliegen und der Bahnverkehr wurde im Jahr 1969 eingestellt. Eine Wiedereröffnung kommt nicht in Frage.

In der Mitte des Ortes steht die Kirche St. Johannis. Die Kirche ist aus Fallsteiner Kalkstein gebaut.Von der ehemaligen Kirche ist nur noch der Turm vorhanden, welcher aus romanischer Zeit stammt (äußere Breite 9,28 m, Tiefe 4,20 m). Das jetzige Langhaus stammt von 1569 und ist zweischiffig. Während einer Feuerbrunst im Jahre 1722 wurden die im Turm befindlichen Glocken zerstört. In den Jahren 1723-1725 wurden sie neu gegossen, wie eine Inschrift besagt "von Christian Ludwig Meyer zu Braunschweig aus dem 1722 beim Brande geschmolzenen Glockengute". Aus dem Kirchenbuch dieser Zeit geht hervor, daß ein Veltheimer Bürger beim Brand ums Leben kam.





Als besonderes Schmuckstück dient an der südlichen Außenseite der Kirche ein gotisches Relief aus Sandstein (15. Jahrhundert), darstellend die Kreuzigungsgruppe mit den Schächern und Sonne und Mond unter den Kreuzen. In der Ecke liegt ein Engel, rechts gegenüber der Teufel; neben Maria eine kleine betende weibliche Figur.



zur Bildergalerie
    Der Ortsteil Veltheim wurde erstmals im Jahre 966 erwähnt. Otto der I. schenkte seinem getreuen, dem Grafen Mamaco, Güter in Veltheim. Die Wortbildung des Namen deutet jedoch auf einen fränkischen Ursprung im 7. und 8. Jahrhundert hin.

Der Ortsteil Veltheim liegt im nordwestlichen Teil des Ortsteiles "Aue-Fallstein" und zählt 467 Einwohner.
Veltheim ist ein typisches Haufendorf. Begrenzt wird der Ort in südwestlicher Richtung durch den bewaldeten Höhenrücken des Fallstein (ein wertvolles, naturnahes Waldgebiet, heute Landschaftsschutzgebiet) und in nördlicher Richtung durch ein langestrecktes Niederungsgebiet, das Große Bruch. Im Ortsteil gibt es keine gewerblichen Betriebe. Die landwirtschaftlichen Flächen werden von der Agragenossenschaft Hessen und privaten Bauern bewirtschaftet. Seit April 2002 besitzt Veltheim eine Kompaktkläranlage. 1994, mit der Aufnahme in die Dorferneuerung, konnten umfangreiche Maßnahmen durch geführt werden. So wurde das Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und die feierliche Eröffnung war am 01.05.2002.





Der Altar trägt an seiner südlichen Seitentür die Inschrift: anno 1698 hat gemeine zu Feltheim diesen Altar (Machen lassen). An der nördlichen Tür steht: anno 1763 renovatum est. Er ist ein mit gedrehten Säulen verziertes, bemaltes Holzschnitzwerk. In der Mitte Maria und Johannis zu beiden Seiten des Kruzifixus.

Die Prichen zeigen als Belebung die am Anfang des 17. Jahrhunderts beliebten Belndarkaden. Außerdem ist ein geschnitztes Gestühl des 17. Jahrhunderts vorhanden, welches unten in zwei Kartuschen mit Malerei geschmückt ist, die Christus mit der Weltkugel und eine knieende Figur darstellen. Der Taufstein fehlt. An seiner Stelle wird ein Engel (Holzschnitzerei des 18. Jahrhunderts) für die Taufzeremonien verwendet.

Zu erwähnen wäre auch das Pfarrhaus, das vom Brand verschont wurde, der Bau des Pfarrhauses wurde 1571 begonnen und laut einer langen am Haus befindlichen Inschrift 1580 vollendet. Die Hofseite des Hauses ist heute noch sehr gut erhalten. Das Pfarrhaus gehört nicht mehr der Kirche - es wurde verkauft und ist heute ein Wohnhaus. Der "Seiker", ein alter Speicher, der wie ein Taubenturm aussieht, befindet sich auf dem Hof des Pfarrhauses.



Suche
 
Bahn-Fahrplan
Google
 
Kontakt

Bürgerbüro

Sürenstraße 228
38835 Aue-Fallstein / OT Dardesheim

Telefon: 03 94 22/9504-0 Fax: 03 94 22/9504-29 E-Mail: k.bogoslaw@vgem-of.de