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Deersheim


Der Ortsteil Deersheim liegt am östlichen Rand des Großen Fallsteines, im Tal der Aue und wurde 968 das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Einwohnerzahl beläuft sich z.Z. auf 822 (Stand 31.12.2001). Im Jahr 1993 feierte der Ortsteil ihr 1025-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß wurde eine sehr umfangreiche Ortschronik erarbeitet, die die Geschichte des Ortes von der Jungsteinzeit bis heute mit vielen Bilddokumenten belegt und auch für Besucher viel Wissenswertes enthält. In der Geschichte des Ortes war die Familie von Gustedt über mehrere Jahrhunderte mitentscheidend und ihr Gutshaus aus dem Jahre 1632 bildet noch immer einen Mittelpunkt des Ortsteiles und wird zur Zeit als Kindertagesstätte genutzt.








   
Über dem Eingang des Gutshauses befindet sich ein Balken mit Zahnschnitt. Er zieht sich über das Mittelgebäude und trägt die Majuskelinschrift "Durch das höchsten größten Gottes Hilfe hat der edelste Herr Joachim Johannes von Gustedt dieses Gebäude errichten lassen. Im Jahre des Heils 1632-1635."



Das Wappen des Ortsteiles ist zurückzuführen auf ein altes Wappen der Familie von Gustedt und zeigt auf goldenem Untergrund 3 schwarze Kesselhaken. Mit diesem Wappen verbindet sich folgende Sage: "Ein Gustedt soll den Kesselhaken über dem Herdfeuer heruntergerissen und damit um sich schlagend seinen welfischen Landesherren vor Tod oder Gefangenschaft bewahrt haben, als dieser in kleinem Kreise nach der Jagd in einem Bauernhause von Feinden überfallen worden ist. Zum Dank erhielt er von seinem Herrn den Kesselhaken als Wappenzeichen verliehen."

Die unter Denkmalsschutz stehenden Kirchen "St. Albanus" (1150-1180) und "St. Peter und Paul" 1200 zeugen davon, daß der Ort Deersheim einmal aus zwei Orten (Bexheim und Deersheim) entstanden ist.



Die Gemeinde Deersheim hat aber neben dem Alten auch viel Neues zu bieten. So wurde unter anderem ein Eigenheimgebiet erschlossen und ein Gewerbegebiet aufgebaut. Die Vereine, so z.B. Schützenverein, der Karnevalsverein, der Sportverein sowie der erst kürzlich eingetragene Förderverein "Edelhof e.V." bestimmen das dörfliche Leben im entscheidenden Maße mit (siehe Vereine).
   








Nach der Bodenreform erhielten Neubauern Land als Existenzgrundlage und mit dem Bau der Neubauernhäuser gab es weitere bauliche Entwicklungen.
Kindergarten und Kinderkrippe wurden eingerichtet. Bis 1977 wurden die Kinder der unteren Klassen in Deersheim unterrichtet, ab dann gehen die Kinder in Dardesheim zur Schule.

Die Umgestaltung der Landwirtschaft brachte große wirtschaftliche Veränderungen. So wurde der Geflügelzuchtbetrieb Walter Bekurts in die LPG "Karl Marx" eingegliedert. Daraus entstand der bis 1990 existierende Linienzuchtbetrieb für Legehennen. Durch diesen Betrieb wurde das Ortsbild beeinflußt. Heute nutzt der Bio-Geflügelhof Eskildsen (ca. 30 Mitarbeiter) einen Teil der alten Anlagen und setzt so die Tradition der Geflügelhaltung fort.

Ein Ziel des Fördervereins Edelhof e.V. ist es, den ehemaligen Edelhof wieder nutzbar zu machen. An diese alte Tradition anknüpfend soll dort ein Konsultationszentrum für Geflügelzucht errichtet werden. Ca. 15 Stämme von aussterbenden Hühnerrassen sollen dort gehalten werden und somit würde Deersheim seinen angestammten Platz auf dem Gebiet der Hühnerzucht zurückerlangen. Außerdem besteht die Hoffnung so einige neue Arbeitsplätze im Ort zu schaffen. Seit einem Jahr ist Deersheim an das Erdgasnetz angeschlossen.








   
Besonders reizvoll ist die Umgebung mit vielen Naturdenkmälern, die man auf ausgewiesenen Wanderwegen erreichen kann, wie z.B. die Schwedenschanze, die Barbiereiche, den Vogelherd, den Goldknüel oder den Lindenkranz.



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38835 Aue-Fallstein / OT Dardesheim

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