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Nach einer umfangreichen Rekonstruktion befindet es sich wieder im Besitz der Nachkommen des ehemaligen Besitzers Kurt Hörning.
Im Westen der Stadt befindet sich an der B 79 ein Gebäude, die "Clus" genannt, das 1435 von Dompropst Friedrich Hake gestiftet wurde. In der Stiftungsurkunde betonte Hake, daß er eine Herberge für arme und elende Leute außerhalb des "Dorfes zu Dardessen" vor dem Thietore erbaut habe. 1885 brach man das aus Bruchsteinen mit kleinen Rundbogenfenstern und spitzbogiger Tür erbaute Gebäude ab und errichtete ein neues aus Ziegelsteinen.
Nach 1945 diente das Hospital als allgemeiner Wohnraum. Im Jahre 1966 wurde es abermals umgebaut und beherbergt seit diesem Zeitpunkt den Kindergarten u. a. auch mit Krippen- und Hortkindern nach 1990.
zur Dardesheim-Bilderserie
Dardesheim
Dardesheim wuchs in ein Stadtrecht hinein, erstmalig werden 1589 die Pflicht zur Ableistung eines "Bürgereides" und ein Stadtschreiber erwähnt. Die Bezeichnung des Ortes wechselt noch oft im Verlaufe der Jahrhunderte zwischen Dorf, Flecken, Stadt oder gar Stadtgemeinde. Der Mittelpunkt der Stadt ist die Kirche "St. Stephanus". Sie war eine der ersten Kirchen, die mit der Gründung des Bistums Halberstadt an einem alten sächsischen Heiligtum auf dem Butterberg (Wodansberg) entstand. Die Kirche war von einem Friedhof umgeben, der größere Ausmaße als der heutige Kirchplatz hatte. 1791 wurde ein neuer Friedhof am Brautor angelegt, der 1847 erweitert und der Stadt übergeben wurde.
Durch den häufigen Wechsel der Besitzer wurden auch viele Veränderungen durch Um-, Anbau oder Abriß vorgenommen. Ausdruck dessen sind die zahlreichen Wappensteine am Gutsgebäude, u.a. des Dompropstes Gherwen (1463-74), das eine Frau zeigt, die eine Kugel in den erhobenen Händen hält, und der Stolberg-Wernigeröder Grafen, die den Hirsch und zwei Forellen zeigen. Nach 1945 wurden die Ställe und Speicher an der Ostseite abgerissen, um ein Kulturhaus, das heutige Rathaus, zu errichten. Das Gerichtshaus mit einem Torbogen und drei Remisen befand sich in einem südlichen Anbau. 1840 bereits ließ Gustav von Gustedt das obere Stockwerk des Gerichtsgebäudes abtragen und zu einer Terrasse umgestalten. Diese mußte Mitte der 70 er Jahre wegen Baufälligkeit gesprengt werden. Seit der Rekonstruktion 1994/95 ziert wieder eine Terrasse die Südseite des Gebäudes. Das Amt Dardesheim war mit dem Amt Harsleben eines der einnahmenreichsten Güter der Halberstädter Dompröpste, deren Stelle nach 1649 brandenburgisch-preußischen Prinzen einnahmen.
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Im Westen der Stadt befindet sich an der B 79 ein Gebäude, die "Clus" genannt, das 1435 von Dompropst Friedrich Hake gestiftet wurde. In der Stiftungsurkunde betonte Hake, daß er eine Herberge für arme und elende Leute außerhalb des "Dorfes zu Dardessen" vor dem Thietore erbaut habe. 1885 brach man das aus Bruchsteinen mit kleinen Rundbogenfenstern und spitzbogiger Tür erbaute Gebäude ab und errichtete ein neues aus Ziegelsteinen.
Nach 1945 diente das Hospital als allgemeiner Wohnraum. Im Jahre 1966 wurde es abermals umgebaut und beherbergt seit diesem Zeitpunkt den Kindergarten u. a. auch mit Krippen- und Hortkindern nach 1990.
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